Project Description

Tim Schaefer

Werklehrer

Aufgewachsen als Sohn eines kalifornischen Künstlers und einer deutschen Lehrerin, lebe ich seit 2010 mit meiner Frau und unseren zwei Kindern in unserem Familiensitz am Bodensee.

Gemeinsam mit meiner älteren Schwester habe ich eine bilinguale Erziehung durch meinen Vater genossen.
Unter dem künstlerischen Einfluss der Bildhauerei wuchs meine Freude an Gestaltung und Bearbeitung unterschiedlichster Materialien. Nach abgeschlossener Ausbildung zum Tischler und Drechsler unternahm ich eine 3 jährige Wanderschaft zu unseren Verwandten nach Nordamerika.

Ich arbeitete dort unter anderem bei einem ökologischen Möbeldesigner in Vancouver als Gestalter. Die Verbindung von verschieden Werkstoffen und die Suche nach einer Schnittstelle zwischen Kunst und Gebrauchsgegenstand war bis dorthin mein Schwerpunkt.

Zurück in Europa lernte ich bei meiner größten Leidenschaft, dem Wellenreiten, meine Frau kennen und lebte fortan in Köln und Dresden. In Dresden und Berlin absolvierte ich eine 4 jährige waldorfpädagogische Ausbildung zum Fachlehrer für Werken, Plastik und Bildhauerei und lernte durch den pädagogischen Aspekt einen weiteren Schwerpunkt im Umgang mit Material kennen.

Das Unterrichten von Kindern im Werken, dem gemeinsamen Arbeiten mit Kollegen im plastischen Kontext und im gestalterischem Prozess wurde seitdem zu meinem zweiten Standbein.

Während meiner 4 jährigen Tätigkeit als Werk-, Sportlehrer an der Rudolf Steiner Schule Schaffhausen erlebte ich mit große Freude den unmittelbaren Zugang und die Suche, nach der sichtbar werdenden Realität im Objekt, der Schüler während des Werkunterrichtes.

Bei sehr vielen Kindern erschien es mir wichtig, weiter in diesem Feld zu suchen, Ideen zu entwickeln um so den Kindern ein Handwerkszeug mit auf ihren Lebensweg zu geben. Die Technologien im Werkzeugbereich lies ich bisher in den Unterricht einfließen, dominierend war aber, dass Erleben der eigenen Tätigkeit und der innere Dialog während des Arbeitens seitens der Schüler.

Der stattgefundene Werkunterricht schaffte es aus meiner Sicht, viele Fähigkeiten zu wirklichen Fertigkeiten zu entwickeln und war dabei sehr motivierend. Eine klare Form, ein definiertes Produkt, die dazugehörenden Techniken oder aber etwas ganz offen lassenden im Endergebnisse, dass sind Inhalte wobei die Kinder staunen, erkennen und eigene Grenzen erfahren können.

Während meiner Tätigkeit als Lehrer beschrieb man mich als sehr offen, streng, kreativ, dynamisch mutig und direkt, um ein paar Eindrücke zu nennen.

Mein persönliches Leitbild innerhalb des Werkunterrichtes sieht es vor, den Kindern einen persönlichen Zugang zu handwerklicher Arbeit, zu Gestaltungsfragen und zu künstlerischen Arbeitstechniken zu geben. Der gemeinsame Dialog während der Stunden ist oftmals sehr Prägend und Zielführend. Deshalb möchte ich auch in Zukunft versuchen die Bedürfnisse der Kinder zu hören und so den Unterricht nach Ihrer persönlichen Entwicklung anpassen.

Gerne möchte ich nahe an dem Strom der Zeit arbeiten, doch die Wurzeln des Handwerks nicht zu sehr lockern.

Um es mit den Worten von Loris Malaguzzi zu benennen:

Kinder haben die Fähigkeit und das Recht, auf eigene Art wahrzunehmen, sich auszudrücken und ihr Können und Wissen zu erfahren und zu entwickeln. Sie wollen lernen und haben ein Recht auf ihre Themen, sowie auf ein genussreiches Lernen. Sie haben ein großes Vergnügen zu verstehen, zu wissen und sich an Problemen zu messen, die größer sind als sie selbst.

Ich freue mich sehr auf die anspruchsvolle Arbeit an der Terra Nova.